Konrad Dold mit Staufermedaille ausgezeichnet

Im Kreise zahlreicher Wegbegleiter, Vereinskameraden, Freunden und Familie wurde Konrad Dold am Sonntagabend (13.11.2016) in der Turn- und Festhalle Steinach mit einer der höchsten Ehrungen des Landes bedacht: Der Staufermedaille. Das überreichte Silberstück  ist eine besondere, persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten für Verdienste um das Land Baden-Württemberg und seine Bevölkerung.

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Konrad Dold uns seine Frau (Mitte) nahmen die Glückwünsche der Gratulanten (v.l.) Ursula Hildbrand (TVS-Vorsitzende), Helmut Steidel (Pfarrer), Frank Edelmann (Bürgermeister), Gerhard Mengesdorf (BTB-Präsident) und Laudator Dr. Nikolas Stoermer (erster Landesbeamter) entgegen.

Eingeleitet wurde die individuelle und mit viel Herzblut organisierte Feierstunde von der Vorsitzenden des TV Steinach, Ursula Hildbrand. Der Turnverein hatte, gemeinsam mit der Kirchengemeinde, die Ehrung beantragt und in der Gemeinde, dem Badischen Turnerbund sowie dem Badischen Schwarzwald-Turngau rege Unterstützer des Antrages gefunden.  In ihrem Gedicht formulierte Hildbrand treffend das Wesen von Konrad Dold, der „das Getue und Gerede“ um seine Person stets scheut. Ihre Fotopräsentation mit dem Titel „Unser Konrad“ stimmte die Anwesenden gefühlvoll und charmant auf die Verleihung und die folgende Laudatio ein.

„Gut sein und ein gutes Leben führen, bedeutet, anderen mehr geben, als man von ihnen nimmt.“, mit diesem Zitat des russischen Dichters Tolstoi begann der erste Landesbeamte Dr. Nikolas Stoermer seine Lobrede. An dieser Maxime habe Dold sein Leben ausgerichtet und in mehr als 45 Jahren ehrenamtlichen Engagements seinen Mitmenschen viel gegeben: Viel Zeit, Wissen, Können, aber auch Halt, Vertrauen und das Gefühl dazu zu gehören. Dabei seien ihm Herzblut, Enthusiasmus und Energie nie ausgegangen. Für die vielen Geschenke an die Mitmenschen wolle sich der Ministerpräsident daher mit der Staufermedaille bedanken.  Laudator Dr. Stoermer ging intensiv auf Dolds Werdegang – den langen „Marathon des Gebens“ – ein. Als erste Wirkungsstätte nannte er dabei den TV Steinach, in dem Konrad Dold noch heute als Beisitzer und Ehrenvorsitzender aktiv ist. Begonnen hatte er 1971 als Schriftwart, ehe er 1985 den Vereinsvorsitz übernahm und diesen bis 2003 inne hatte. Stoermer lobte die wunderbare Fähigkeit des Geehrten von seinen Ämtern loszulassen und insbesondere jungen Menschen Vertrauen zu schenken damit diese sich selbst entwickeln können. Die allergrößte Leidenschaft Dolds ist und bleibt das Wandern. Dies führte auch dazu, dass er sich als Wanderwart im Badischen Schwarzwald-Turngau (1992 – 2010) sowie als Landesfachwart auf Ebene des Badischen Turnerbundes (1996 – 2014) engagierte. Dabei bewies er Weitblick indem er sich kontinuierlich dafür stark machte, dass das Wandern als moderne und gesundheitsbewusste Bewegungsform anerkannt wird.

Mit der Arbeit im sportlichen Bereich war und ist Dolds Tatkraft nicht ausgeschöpft. So führt der tiefgläubige Christ das katholische Bildungswerk  seit 1996 und organisiert in diesem Rahmen Vorträge und Bildungsreisen. Auch das Altenwerk wird von ihm mitbetreut indem Seniorentreffs mit Unterhaltung und Kaffee plus Seniorenausflüge auf die Beine gestellt werden. Eine Dekade, von 2000 bis 2010, war Konrad Dold Pfarrgemeinderatsvorsitzender. Seit rund 30 Jahren ist er mit großer Leidenschaft und Zuverlässigkeit als Lektor und Kommunionhelfer aktiv und vertritt überdies seit neun Jahren die Messnerin der Gemeinde.

„Ihr außerordentliches Engagement hat Spuren hinterlassen. Sie haben Generationen von Sportlern und Mitchristen geprägt und gewiss hat die Vereinsarbeit auch Sie geprägt. Sie scheinen aus Ihrem Tun Kraft zu schöpfen“, fuhr Stoermer seiner Rede fort. Er titulierte Dold als „Segen für seinen Heimatort“ und fügte hinzu, dass dieser für die zu tiefst mitmenschliche Haltung und dem unermüdlichen Einsatz Respekt und Anerkennung verdient habe. Stehende Ovationen gab es als der erste Landesbeamte Konrad Dold zu sich rief und diesem Medaille und Urkunde überreichte. Auch die persönlichen Grüße und Glückwünsche von Ministerpräsident Winfried Kretschmann sowie Landrat Frank Scherer durften nicht fehlen.

Als weiterer Gratulant folgte Bürgermeister Frank Edelmann, der mit zwei lustigen Anekdoten für Lacher sorgte und überdies Dolds Wesen und dessen Umgangsformen treffend beschrieb. Er hob hervor, dass Dold auch in schwierigen Situationen stets den Überblick behält, immer wieder Perspektiven sieht und  ein respektvolles Miteinander pflegt. Dabei würdigte er auch Dolds Bemühungen in der deutsch-französischen Partnerschaft und Aussöhnung.

Pfarrer Helmut Steidel sagte ein herzliches „Vergelt‘s Gott“ für die Tätigkeitsbereiche, die Konrad Dold auch in der Pfarrgemeinde übernimmt. Dabei seien es gerade verborgene stille Aufgaben, die dieser auf Grundlage des persönlichen lebendigen Glaubens durchführe.

Den Reigen der Gratulanten beendete BTB-Präsident Gerhard Mengesdorf. „Du bist ein Mensch, den man vom ersten Moment an mögen muss – strahlst eine große Sympathie aus“, so Mengesdorf. Und er nannte den friedfertigen Umgang des Geehrten als große Gabe. Eine freundschaftliche Umarmung rundete den persönlichen Glückwunsch ab.

Umrahmt wurde die Feierstunde von zwei Gesangsdarbietungen des Kirchenchors, sowie dreier turnerischer und tänzerischer Darbietungen des TVS. Bei Sekt und guten Gesprächen ließ man den feierlichen  Abend nachwirken und ausklingen.