“Gemeinsam für die Erde“ – Steinachs Turnnachwuchs gestaltet stimmungsvolle Nikolausfeier

Der erste Adventssonntag ist traditionell der Tag, an dem die Nikolausfeier des TV Steinach stattfindet. Bis auf den letzten Platz war die Halle mit Verwandten und Freunden gefüllt, so bot sich  den knapp 200 kleinen Akteuren eine eindrucksvolle Plattform um das Erlernte präsentieren zu können. 15 besondere Aufführungen gab es zu bestaunen.

In diesem Jahr hatten sich die TVS-Verantwortlichen dafür entschieden, der Veranstaltung das Leitthema „Gemeinsam für die Erde“ zu geben. Die einzelnen Riegen setzten sich im Voraus mit dem Thema auseinander und konnten ihre Erkenntnisse und Beweggründe in den Auftritten aufarbeiten. Packend war die dazu passende Auftaktnummer. „Ich sing‘ immer weiter für die Erde mein Lied“, zu diesen Klängen zeigten drei Übungsleiterinnen und drei ihrer Schützlingen eine perfekt inszenierte Bodenkür. Dass die Musik nicht aus dem CD-Spieler kam, sondern live von Ida und Mara Schwendemann vorgetragen wurde, rundete die stimmungsvolle Darbietung ab. „Ich sing immer weiter bis wir endlich verstehn – es liegt in unserer Hand wie die Erde sich dreht“ – Endzeilen die nachdenklich stimmten, aber gleichwohl Freude auf die weiteren Nummern machten.  

 Zu Detlev Jöcker’s Kinderlied „Eine kleine blaue Kugel“ rollten die Purzelkinder zuerst einen  überdimensionalen Globus herein,  vollführten dann mit blauen Gymnastikbällen einen Freudentanz für unsere Erde. „Gemeinsam im Gleichgewicht“ hatten sich die sieben Jungs der Bewegungslandschaften als Motto ausgesucht. An drei abwechslungsreichen Stationen wurde mit höchster Konzentration balanciert und das Gleichgewicht geschult. Dass Ausgeglichenheit in allen Lebenslagen wichtig ist, sah man auch bei den Mädchen der Slackline-Gruppe. Für ihren Gang über das schwingende Schlauchband ernteten sie anerkennenden Applaus.

Premiere bei der Nikolausfeier hatten die DanceKids. Erst im September frisch gestartet, zeigten die zehn Mädchen zwischen fünf und sieben Jahren beschwingt erste gemeinsame Schritte und Drehungen. Ein kleines Tanz-Battle lieferten sich die älteren „Mini Dancer“ in roten bzw. blauen Outfits um sich am Ende dann aber gemeinsam vereint den wohlverdienten Beifall von Familien und Freunden abzuholen. Mit einer Prise Sternenstaub würzten die Grundlagenturnerinnen ihr fröhliches Auftakttänzchen, ehe sie sich mit Turnübungen einer schiefen Ebene, dem Barren sowie dem kleinen Schwebebalken widmeten. Das „Gemeinsam“ aus dem Leitthema wurde bei der Bubenriege ungewollt ganz groß geschrieben. Beinahe wäre die Nummer grippebedingt ausgefallen – nur ein Turnkind war übrig. Doch die Übungsleiter Aaron Kürz und Janic Schwendemann standen ihrem Schützling Mateo Lehmann zur Seite und wuppten die vorbereitete Trampolinnummer kurzerhand gemeinsam als Trio.

Raumergreifend war die zweigeteilte Nummer „We can make it“ (deutsch: Wir können es schaffen)  der mehr als 60 Gerätturnerinnen. Mit abwechslungsreichen Sprüngen, Salti, Überschlägen und waghalsigen Abgängen starteten sie ihr Feuerwerk der Turnkunst zuerst am großen Trampolin, ehe sie parallel an kleinen Schwebebalken weitermachten. Freie Rollen, Räder und Bogengänge gab es auf dem schmalen Gerät zu bestaunen, stets bestens gesichert oder bei Bedarf mit Unterstützung der zahlreichen Trainerinnen. Das große Trampolin blieb, zur Freude aller Kinder, in der Pause aufgebaut und so durfte nach Herzenslust gesprungen und getobt werden.

Als Auftakt nach der Pause präsentierten die zwei SGW-Mannschaften ihre hochkarätigen Bodenküren, für welche bereits Medaillen errungen werden konnten. Die Mädchen erhielten dafür anerkennenden Applaus. Im Sturm eroberten die kleinen Turnzwerge der Eltern-Kind-Riege die Herzen der Zuschauer. Gemeinsam mit Mama, Papa oder Oma luden sie zur Schlittenfahrt ein, sausten mit dem Rollbrett durch die Halle und meisterten mutig eine Rutschpartie über den Mattenhügel. Schwindelfrei und tollkühn erklommen die Abenteuerturner zwei an Trapezen befestigte Langbänke -„In der Höhe ist die Luft noch rein“, so lautete ihre Devise.

Mit unterschiedlichen Seilen, mitreißenden Sprungkombinationen und kreativen Partnervariationen zogen die zwölf Rope-Skipperinnen die Anwesenden in ihren Bann, ehe die Tanzgruppe „Step-Stars“ mit fetzigen Moves das Programmende einläutete.

Zum Finale zogen alle Akteure nochmals gemeinsam ein und sangen „Lasst uns froh und munter sein“. Angelockt von dem schönen Gesang betraten die Klausenbigger die Turnhalle. Sie überzeugten sich persönlich davon, dass der Turnnachwuchs stets artig war und belohnten dieses Jahr mit etwas ganz Besonderem. Passend zum Leitthema und um die Nachhaltigkeit in Steinachs Halle zu fördern, erhielt jedes Kind neben dem obligatorischen Schoko-Nikolaus eine langlebige Trinkflasche in der Vereinsfarbe. Mit herzlichen Festtagswünschen und dankenden Worten beendete TVS-Vorsitzende Ursula Hildrand die Traditionsveranstaltung.